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Sonntag, den 5. September 2010

27.07.2010

Kfz-Versicherer unter Notverwaltung: Experten raten zu Kündigung

Wie in dieser Woche bekannt wurde, wurde der niederländische Versicherer IIC aufgrund nicht ausreichender finanzieller Leistungsfähigkeit jüngst von den niederländischen Aufsichtsbehörden unter Notverwaltung gestellt. Die Konsequenzen betreffen auch die beiden deutschen Tochterunternehmen Ineas und LadyCarOnline: Deutsche Versicherte sind im Schadensfall nur noch teilweise geschützt.

Haftpflichtschäden werden dank einer Notregelung über die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrsopferhilfe (VOH) der Versicherungswirtschaft gedeckt. Sollte das Unternehmen jedoch tatsächlich Insolvenz anmelden – der Insolvenzantrag ist bisher noch nicht gestellt worden – droht Versicherten, die jetzt einen Haftpflichtschaden regulieren lassen, eine Rückforderung in Höhe von bis zu 2.500 Euro je Unfall durch die VOH. Für Kaskoschäden müssen Versicherte selbst aufkommen – eine Abrechnung zwischen Werkstatt und Assekuranz findet nicht mehr statt. Allerdings können gezahlte Rechnungen bei der Versicherung eingereicht werden in der Hoffnung, doch noch eine Erstattung zu erhalten.

Verbraucherschützer empfehlen den rund 90.000 betroffenen Versicherten, ihren Vertrag fristlos zu kündigen. Dafür stellen sie Musterkündigungen auf ihren Seiten zur Verfügung.

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