11.01.2012
Wintereinbruch: Auf die richtigen Reifen achten
Der Winter kommt spät, aber mit Macht: Seit Tagen reißen die Berichte über heftige Schneefälle im Süden Deutschlands, in Österreich und der Schweiz nicht ab. Wer jetzt keine Winterreifen aufgezogen hat, riskiert nicht nur eine Strafe und einen Punkt in Flensburg – sondern auch seinen Autoversicherungs-Schutz.
Wer im Süden Deutschlands wohnt oder in den Alpen über den Jahreswechsel Urlaub gemacht hat, staunte in den letzten Tagen nicht schlecht. Nach tagelangen Schneefällen sind sämtliche Verkehrswege entweder durch die Schneemassen oder durch umgestürzte Bäume versperrt. Wer in den Alpen vorwärts kommen will, braucht derzeit in jedem Fall Winterreifen, besser noch Schneeketten.
Genau das könnte jedoch ein Problem für einige Urlauber sein, die in den Wintersportorten festsitzen und nach Hause fahren wollen – aufgrund des milden Winters haben nicht alle Winterreifen aufgezogen.
Winterreifenpflicht und der Versicherungsschutz
Seit dem letzten Jahr herrscht in Deutschland eine Winterreifenpflicht. Konkret sind Autofahrer verpflichtet, M+S-Reifen aufzuziehen, sobald es die Witterungsbedingungen erfordern. Halten sich Autofahrer nicht daran, haben sie gleich mehrere Konsequenzen zu befürchten.
Zum einen droht ein Bußgeld bis zu 80 Euro plus einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Zum anderen müssen Autobesitzer, die bei schwierigen Bedingungen ohne Winterreifen in einen Unfall verwickelt werden, mit Konsequenzen in der Autoversicherung rechnen. Entscheiden sie sich für eine falsche Bereifung, obwohl eine Verschlechterung der Straßenbedingungen wahrscheinlich ist, kann ihre Kfz-Haftpflichtversicherung einen Teil der Kosten zurückfordern.
Die Kaskoversicherung kann ggfs. die Erstattung der eigenen Kosten vollständig oder teilweise verweigern. Schon allein deshalb ist es ratsam, stets auf die passende Bereifung bei Autofahrten im Winter zu achten.

